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Sie haben nach 93km Ihr Ziel erreicht!

Lieber Mr. X,

 ich muss schon sagen, dass war ein verdammt gutes Täuschungsmanöver. Und ich bin wieder drauf hereingefallen. Lustig, finden Sie nicht auch? Also ich habe mich wirklich selten so köstlich amüsiert, muss ich schon sagen. Und die Scherze auf Kosten anderer sind ja sowieso eindeutig die Besten, die man so machen kann, nicht wahr? Da stimmen Sie doch sicher mit mir überein, haha. Wirklich, geschickt gemacht. Wie nennt man das doch gleich? Falsche Hoffnung. Scheinbar sehe ich aus wie jemand, den man 24h lang am Tag verarschen kann. Komisch, dass ich von all diesen Sachen nie was mitkriege, wirklich sehr eigenartig. Sie rauschen irgendwie an mir vorbei, fragt sich nur wieso und warum. Vielleicht schlafe ich zu viel? Vielleicht bin ich auch einfach nur zu gutgläubig und naiv. Aber wissen Sie was? Sie haben es tatsächlich geschafft, Sie haben mir endlich das letzte Stückchen genommen, was ich noch hatte. Natürlich nicht, ohne irgendwelche Spuren zuhinterlassen, aber aus Fehlern lernt man ja bekanntlich. Oder sollte es zumindestens tun. Vergleichbar ist das eventuell ein klein wenig damit, als dass Sie sich einfach vorstellen, Sie würden sehr lange Achterbahn fahren. Immer auf und ab, Loopings inbegriffen. Schrecklich, nicht? Für manch einen jedenfalls. Und dann - oh wunder - auf einmal hält sie an, die verhasste und doch auch gleichzeitig geliebte Achterbahn! Und Sie können endlich aussteigen. Einerseits sind sie froh - Juhu, es ist vorbei - und andererseits auch wieder nicht. Es klingt ein bisschen nach, Ihnen ist vielleicht etwas schlecht oder schwindlig. Aber irgendwie sind Sie auch ein wenig wehmütig, auch wenn Sie wissen das es das beste für sie ist, endlich aus dieser verfluchten Achterbahn auszusteigen.

Ich wünschte, ich könnte einfach einen Strich durch das ganze ziehen. Aus und vorbei. Vergeben und vergessen. Doch, Sie mein lieber Mr.X, sind noch zu oft allgegenwertig für mich. Es sind diese kleinen Dinge, die manchmal Tag für Tag alles in eine verminderte Ausgabe der Hölle verwandeln. Gut, um Sie aufmuntern zukönnen, den Strich habe ich bereits gezogen. Zwar etwas schwach, aber er ist da. Jetzt wird daran gearbeitet aus diesem Strich einen fetten Balken zu machen.

1.5.08 23:02


dein blick zieht mich an, mein blick zieht dich aus.

Lieber Mr. X,

Sie sind mir ein einziges, riesengroßes Rätsel. Und dieses Rätsel werde ich vermutlich niemals lösen. Was vielleicht auch ganz gut ist, denke ich mir jedenfalls im Bezug auf das ganze Chaos und die vielen, unötigen kleinen Tränen, die schon geflossen sind. Ich wünschte es hätte nicht alles in einem so unendlich großem Durcheinander geendet. Na gut, vielleicht ist es auch noch gar nicht zu Ende. Die Dinge werden ihren Lauf nehmen, jawohl. Und alles wird so kommen wie es gehört, nicht wahr? Jeder Topf findet seinen Deckel und so weiter und so fort. Jaja, schön wärs. Und was ist dann mit all diesen Menschen, die da draußen alleine hocken und niemanden haben? So viel zum Thema Topf und Deckel.

Und wie es aussieht, bin ich also wieder in die Achterbahn eingestiegen. Wieder zu Ihnen eingestiegen, mein lieber Mr. X. Gut, Sie merken ja von alle dem eh nichts, von all diesen Konflikten, die da so dann und wann aufkreuzen und sich geschickt ausbreiten und mich irgendwie leicht wahnsinnig machen. Interessierts Sie überhaupt? Mir scheint, für Sie bin ich ja eh nur irgendjemand, den man durch die Weltgeschichte scheuchen kann.

3.5.08 00:33


komm und mach die augen auf.

Lieber Mr. X,

Sie haben es mal wieder geschafft. Vielleicht haben Sie es auch gar nicht mal wieder geschafft. Vielleicht waren Sie ja auch die ganze Zeit da oben, nur ich habe es nicht gemerkt. Im Gegensatz zu heute. Da ist es mir wieder bewusst geworden und ich kann nur eins verkünden: Sie haben erneut Einzug in meine Gedankenwelt genommen. Bitte, wann hört das denn endlich auf? Wann kann ich wieder ganz normal Musik hören, ohne das ich gleich daran denken muss, dass sie dieses Lied oft hören beziehungsweise gehört haben? Ohne das es mich überhaupt an Sie erinnert. Wann kann ich wieder aus dem Fenster gucken ohne zu denken 'Oh, da drüben war ich schonmal' und ohne das in mir gleichzeitig wieder diese schreckliche Achterbahnfahrt losgeht? Wo ich Achterbahnfahren doch so sehr hasse. Wann kann ich mich wieder einfach hinsetzen, ohne das Sie mir auf einmal in meine Gedanken geschlichen kommen? KÖNNEN SIE DENN NICHT IRGENDETWAS DAGEGEN TUN? Sehen Sie eigentlich irgendwie überhaupt das das alles ein riesengroßes, übergewichtiges, fettes Problem ist? Nein, vermutlich nicht. Soweit ich Sie kenne, vermutlich nicht. Aber ich kenne Sie ja nicht mal besonders gut, muss ich dazu ja anmerken. Auch wenn das zu den Dingen gehört, die ich gerne machen würde, Sie näher kennenlernen. Nach wie vor, auch wenn ich mir jedes Mal vorkomme wie der letzte Idiot, ich jedes Mal wieder heulend da sitze und mich überhaupt frage, was das eigentlich alles soll. Ich weiß nicht, was Sie damit bezwecken, ob Sie überhaupt irgendwas damit bezwecken. Vermutlich nicht. Vermutlich sind wir einfach zu verschieden, haben unterschiedliche Auffassungen voneinander. Und vermutlich hat es auch keinen Sinn, dieses letzte bisschen Resthoffnung nach wie vor zu hegen und zu pflegen. Was heißt vermutlich. Streichen wir das lieber raus, denn irgendwo weiß ich ganz genau das es keinen Sinn hat, dieses Häufchen Resthoffnung überhaupt zu behalten. Denn Sie werden es nach wie vor mit Händen und Füßen treten, auch wenn es für Sie ja nicht so ausschaut, nicht wahr? Und das ich ja nicht alles so ernst nehmen soll... Ach entschuldigung, dass ich auch so etwas wie Gefühle besitze.

4.5.08 22:47


you're in my head - get outta my head.

Lieber Mr.X,

dieser Titel ist ein wenig ironisch, finden Sie nicht auch? Vermutlich nicht, denn es interessiert Sie ja nicht einmal. Und wenn Sie das hier lesen sollten, denken Sie vielleicht mal darüber nach. Aber das würden Sie eh nicht tun, soweit kenne ich Sie ja inzwischen auch, weil Sie ja a) sowieso alles besser wissen, b) es Ihnen auch egal ist und c) ich mich nicht so reinsteigern soll und nicht immer gleich einen auf beleidigt tun soll. Ebenso sollte ich ja nicht immer alles so ernst nehmen, weil aus diesem Grund ist es ja auch so schwer, mit mir zu kommunizieren, nicht war? Und da man sich ja auch nicht so viel streiten würde, wenn ich nicht immer alles falsch verstehen würde. Ich sehe schon, dass Problem in diesem Fall bin ganz eindeutig ich. Aber ändern kann ich es nicht. Und außerdem, warum geben Sie mir nicht einfach keinen Grund, mich immer aufzuregen? Es macht mich krank, es tut mir weh. Ich möchte nicht immer jedes Mal vor dem Bildschirm sitzen und, wenn ich Ihren Namen lese, diese gewisse Übelkeit verspüren. Eine Mischung aus 'Oh, redet er noch mit mir?' und 'Mein Gott, warum ist es so gekommen'? Wahrscheinlich bilde ich mir das ja doch nur alles ein, es ist alles nur ein etwas entgleister Traum und gleich wache ich auf und alles ist wieder rosarote Welt.

Schade. Immer noch nicht. Könnten Sie mir vielleicht noch etwas rosa-farbe geben? Und sich besonders in den frühen Morgenstunden einfach unsichtbar in meinen Gefühlen machen?

Aber ich muss schon sagen. So dann und wann, wenn die Laune mitspielt, kann ich auch über Sie lachen. Und über so gewisse Aktionen, wo ich einfach nur laut denken kann: DEPP! So dann und wann eben, wenn alles gerade mal so richtig passt.

6.5.08 18:36


you're in my head - get outta my head. 2

Lieber Mr. X,

Für wen in herrgottes Namen nochmal, halten Sie sich eigentlich? Wer glauben Sie, sind Sie? Wer gibt Ihnen das verdammte Recht, auf mir rumzutrampeln, wer? Gabs das irgendwo extra für Sie im Sonderangebot? Hab ich vielleicht auf meinem Rücken einen gelben Zettel kleben, "Bitte benutz mich, ich hab den gleichen Stellenwert wie handelsüblicher Müll?" GEHTS IHNEN VERDAMMT NOCHMAL GUT? Bin ich für Sie vielleicht nur irgendwas, dass man behandeln kann, wie man möchte? Vermutlich ja. Und hören Sie doch verdammt nochmal endlich auf, mir so dann und wann sogar noch Hoffnung zu machen. Verschwinden Sie am besten einfach direkt mit aus meinem Leben, wie wäre es mit sowas wie einem Kaiserschnitt? Dann hätte ich zwar eine Narbe, aber wäre Sie endlich los. Raus aus meinen Gedanken und Gefühlen, die Sie ja immer wieder meinen, beschmutzen zu müssen mit Worten. Haben Sie dafür vielleicht einen Kurs in der Schule belegt? So gut wie Sie darin sind. Oder liegt es, wie so oft, einfach nur an mir? Bin ich zu verletzlich, zu empfindlich.. Ist es meine Schuld? Interpretiere ich zu viel in Ihre Worte? Liegt es an mir? War ich zu anspruchsvoll, als noch alles gut lief? Bin ich zu kompliziert? Habe ich mit meiner Art alles kaputt gemacht?

Aber verdammt nochmal, sowas lasse ich mir nicht geben von Ihnen, wer bin ich denn, dass ich sowas nötig habe? Ich lasse mich nicht mehr von Ihnen beleidigen, nein. Ich will es nicht mehr, es tut mir einfach nur noch weh. Es schmerzt, da zu sitzen, zu wissen, dass sie definitiv ein Arschloch - Verzeihung - sind und trotzdem noch über Möglichkeiten und das Was wäre wenn, nachzudenken. Oder mal wieder die Erinnerungskiste herauskramen, auch wenn ja alles soweit weg scheint irgendwie. Und wenn ich das richtig verstanden habe, haben Sie es ja nicht mal in Erwähgung gezogen, uns noch einmal wiederzusehen. Meine Güte, wie tief bin ich eigentlich gesunken? Wie tief kann es denn noch runtergehen?

Also falls mich jemand sucht, ich steck hier unten iner Scheisse, bisschen weiter unten.

6.5.08 23:47


i wish you were here.

Lieber Mr. X,

wann verschwinden Sie endlich vollkommen aus meinen Gedanken? Wann nehmen Sie endlich ihre Sachen und lassen mich einfach in Ruhe? Und tauchen bitte nicht morgens nach dem Aufwachen direkt als erstes auf, um mir das Aufstehen noch schwerer zumachen. Perfekt ist der Tag dann, wenn sie morgens im Radio irgendein Lied spielen, dass mich sofort - aus welchen Gründen auch immer - an Sie erinnert. Dann liege ich wieder da, denke nach, denke an Sie und wünschte mir, alles wäre gut. Es wäre nicht diese riesige Kluft zwischen uns. Warum ist es so gekommen? Warum? Können Sie mir das erklären? Warum bin ich auf einmal nicht mehr interessant, warum bin ich so, wie jeder X-Beliebige andere auch?  Warum zählt es nicht mal mehr ein klein bisschen, was gewesen war? War es etwa nichts, war es einfach nur. Ein schöner Tag und nicht mehr? Scheinbar ja schon. Scheinbar hat ja auch jede noch so kleine Sache ihre Bedeutung verloren. Ich würde drum wetten, Sie können sich mittlerweile nicht mal mehr dran erinnern. Ich bin doch nur noch irgendjemand, der ihnen gegenüber wohnt. Jedenfalls so dann udn wann. Vermutlich bin ich ja noch nicht mal mehr das. Bin ich überhaupt wer?

Oh Gott, mir wird schon schlecht, wenn ich nur daran denke, was Sie so alles gesagt haben. Wenn ich Sie heute fragen würde, würden Sie nur antworten "Ja, war ja nicht so ernst", nicht wahr? So wie immer eben. War ja alles nicht so ernst und ist ja auch alles nur so zum Spaß, Danke.

Warum? Warum geht sie nicht einfach, dieses Stückchen Hoffnung, nach dem Sie immer wieder treten, weil Sie ganz genau wissen, dass es überhaupt noch existiert. Jeder andere Mensch hätte Sie schon längst vergessen, würde wieder aus dem Fenster gucken und denken "Oh, da wohnt er." und nicht weiter. Keine Gefühlsausbrüche, kein "Warum ist das so?". Wäre das nicht schön. Ich traue mich nicht einmal, Sie zu fragen, denn irgendwo weiß ich doch, dass Sie mich entweder ignorieren, auslachen, beleidigen oder meine Frage einfach nicht beantworten. Wie man das halt so macht, ne. Auch wenn ich der Ansicht bin, dass ich mir sowas nicht mehr von Ihnen geben lassen muss. Das Sie mich so treten. Ich wünschte, ich könnte Sie einfach ausblenden, denn all das, dieser Schmerz und die geweinten und nicht geweinten Tränen, SIE SIND ES GAR NICHT WERT.

7.5.08 22:34


good bye for now.

Lieber Mr. X,

Nun sind Sie bald außer Lande. Für ein paar Tage zwar nur, aber Sie sind weg. Vielleicht kriege ich solange meine Achterbahn ein wenig gestoppt. Und diese verdammte Kluft, sie vergrößert sich von Tag zu Tag. Zu schließen ist sie eh nicht mehr, außer es passiert jetzt noch ein kleines Wunder. Daran mag ich aber gar nicht glauben. Tue ich auch gar nicht, denn selbst ich erkenne, dass dies keinen Sinn hätte. Sogesehen glaube ich eigentlich an gar nichts mehr. Da ist doch sowieso nur noch dieses kleine bisschen, was mich immer wieder an all die schönen Sachen erinnert. Schön und klein. Vielleicht zu klein. Ich weiß nicht, wonach dieses Stückchen sich richtet, es ist aber ein bisschen wie so eine kleine Kiste. Voll mit Erinnerungen, Sätzen, Bildern, Gesprächen. Und ich werde sie einfach nicht los. Ich weiß, dass geht auch nicht von heute auf morgen, aber bitte, wann endlich, verschwindet sie, diese olle Kiste, die ich nicht haben will? Die an mir hängt wie eine Klotz am Bein.

Mich überfallt dieses Übelkeitsgefühl schon, wenn ich nur ihren Namen lese. Ihr Name reicht momentan aus, um mich so aus der Bahn zu werfen. Verdammt, ich will das nicht! Ich will einfach nur noch Ihren Namen lesen und mir nichts dabei weiter denken. Vielleicht gerade noch "Oh, das ist mein Nachbar" und nicht mehr. Wie, konnte es alles nur in so kurzer Zeit so kaputt gehen, was doch eigentlich recht schön aufgebaut war, wie?

Und doch bin ich ein Mädchen. Ich kann mich durch lästern und durch gutes Einreden von manchen Menschen, ein wenig hochpushen, ist das nicht dämlich? Aber es hilft. Jedenfalls für den Moment, schiebt diese anderen Gefühle in den Hintergrund, manchmal jedenfalls. Und wirft hinterher meist nur noch mehr Fragen auf. Fragen, die ich eh nie stellen werden.

8.5.08 22:44


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